Ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Auswahl von Industrie-Kameras
Es gibt viele Arten und Spezifikationen von Industrie-Kameras auf dem Markt, aber wie können Sie eine Kamera auswählen, die zu den Anforderungen Ihres Projekts passt?
1. Projektanforderungen kommunizieren und analysieren
Mit dem Vertrieb oder den Ingenieuren über Projektdetails, Anforderungen und Ziele kommunizieren. Zum Beispiel: Erkennungsanforderungen wie Fehlererkennung, Kratzspuren-Erkennung oder Farberkennung usw. Es ist auch notwendig zu wissen, ob die Einsatzumgebung eine Hochtemperatur- oder eine schmutzige Umgebung ist, da diese Faktoren die Lebensdauer der Kamera beeinflussen.
2. Genauigkeitsanforderungen
Die Kamera-Auflösung kann auf Basis der Genauigkeit berechnet werden, was für die Erkennung ebenfalls wichtig ist.
Genauigkeitsschwellen definieren (z. B. Erkennung von 0,05-mm-Fehlern) und Durchsatzziele (z. B. 500 Inspektionen pro Minute).
Beispiel: Eine Lebensmittelverpackungslinie, die Farbüberprüfungen erfordert, wird die Farbgenauigkeit priorisieren, während ein Halbleiter-Inspektionsystem ultra-hohe Auflösung verlangt.
3. Bildausschnitt (FOV)
FOV sollte das Zielgebiet um 20–50 % übertreffen, um mechanische Fehljustierungen oder Vibrationen zu kompensieren. Ein Prüfbereich von 30 mm erfordert beispielsweise eine Kamera-FoV von 36–45 mm.
4. Dynamische Leistung: Verschlussarten und Bildraten
Globale Verschlusskameras : Bewegte Objekte ohne Bewegungsunschärfe erfassen, ideal für Förderbänder oder Roboterarme.
Rollverschluss-Kameras : Geeignet für statische Anwendungen, bietet Kosteneinsparungen.
5. Farbe vs. Schwarz-Weiß
Farbkameras : Unverzichtbar für Anwendungen wie Oberflächenbeschichtungsprüfung, Lebensmittelklassifizierung oder Materialidentifikation.
Schwarz-Weiß-Kameras : Bieten höhere Empfindlichkeit und Auflösung für Aufgaben wie Dimensionsmessung oder Strichcodeerfassung.
Wichtige Überlegung: Farbkameras benötigen im Allgemeinen 2–3× mehr Beleuchtung als ihre Schwarzweiß-Versionen.
6. Kamerainterfaces-Auswahl: GigE vs USB3.0
Es gibt zwei Hauptinterfaces, die in der Industrie häufig verwendet werden: GigE und USB. Die Auswahl des richtigen Kamerainterfaces ist auch für Ihr Projekt wichtig.
GigE Interface
Maximale Distanz : Bis zu 100 Metern mit Standard-Ethernet-Kabeln.
Vorteile :
Stabile Langstreckenkommunikation für verteilte Systeme.
Unterstützt Power-over-Ethernet (PoE) für vereinfachte Kabelverlegung.
Niedrigere Latenz in industriellen Netzwerken.
Typischer Gebrauch : Automobilversammlungslinien, große Fabrikanlagen.
USB3.0-Schnittstelle
Maximale Distanz : Auf 5 Meter beschränkt (erweiterbar auf 50m mit aktiven optischen Kabeln).
Vorteile :
Einsteck-und-fertig-Einfachheit für Tisch- oder tragbare Einrichtungen.
Geringere Infrastrukturkosten für Kurzstreckenanwendungen.
Typischer Gebrauch : Laborumgebungen, kompakte Prüfstationen.
Empfehlung :
für Langstreckeneinrichtungen (>10 Meter), priorisieren GigE für stabile Datenübertragung.
für Kurzstreckensysteme (<5 Meter), sowohl GigE als auch USB3.0 sind machbar, wobei USB3.0 Kostenersparnis bietet.
Im Allgemeinen kann die Auswahl der richtigen Kamera je nach den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Projekte nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch Kosten sparen.